Fachakademie für Medizintechnik

Absolventenberichte

... Die Fehlerursache an Dialysegeräten reicht von ...

Ein ehemaliger Studierender unserer Fachakademie für Medizintechnik berichtet über seine Berufserfahrung:

Nach erfolgreichem Abschluss an der Fachakademie für Medizintechnik und ersten Erfahrungen in einem Krankenhaus und im Technischen Außendienst einer Dental-Firma landete ich beim KfH, dem Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e. V, als Dialysetechniker. Das KfH ist ein gemeinnütziger Verein mit ca. 165 Dialysezentren im Bundesgebiet. Unter den über 6000 Beschäftigten (darunter Pflegepersonal, Ärzte, Verwaltungsangestellte, Lagerpersonal) sind ca. 150 Dialysetechniker für die komplette Technik in den einzelnen Zentren zuständig. 5000 Dialysegeräte und weitere 4000 medizinische Geräte müssen gewartet und repariert werden.

Das KfH hat in den alten Bundesländern 9 RTS-Zentralen (Regionaler Technischer Service) eingerichtet. In den neuen Bundesländern betreut die vom KfH gegründete Gesellschaft für Medizintechnik und Logistik (GML) mit 20 Technikern die bestehenden Zentren. Nach gründlicher Einarbeitung durch erfahrene Kollegen und Schulungen bei den Herstellerfirmen bin ich beim RTS München mit zwei weiteren Kollegen für die Dialysezentren Ebersberg, Rosenheim, Traunstein und Bad Reichenhall zuständig.

Zu meinen Aufgaben zählen Wartung/STK und Reparaturen an Dialysegeräten verschiedener Hersteller, Durchführung von STKs an Infusionsgeräten und Defibrillatoren, Betreuung von Haus- und Betriebstechnik und auf Bedarf Einweisungen und Anwendungshilfe an medizinischen Geräten.

Die Fehlerursache an Dialysegeräten reicht von kleinen Undichtigkeiten bis zu komplizierten Fehlern an elektronischen Komponenten. Bei den modernen Geräten hilft dabei ein Laptop, mit dem man über Schnittstelle und einem speziellen Serviceprogramm den Fehler leichter eingrenzen kann. Die sicherheitstechnischen Kontrollen werden beim KfH mit Hilfe eines GERB-Prüfsystems durchgeführt. Sämtliche Dokumentationen, die jeder Techniker erstellen muss, werden mit dem Laptop ausgeführt. Durch regelmäßiges „Einklinken" in den Hauptrechner wird jeder Laptop auf den gleichen Stand gebracht.

Die Haus- und Betriebstechnik umfasst die Betreuung der Wasseraufbereitungsanlage mit Enthärter und Umkehrosmose, der zentralen Konzentratversorgung, der Notbeleuchtung und anderer Geräte. Auch die Technik in der Dialyse bleibt nicht stehen. Von anfangs einfachen Geräten haben sie sich bis heute zu modernen computergesteuerten Maschinen entwickelt. Um diesem Fortschritt gerecht zu werden, wird jeder Techniker durch die Herstellerfirmen auf sämtliche Geräteneuheiten geschult. Für mich bietet das KfH einen Arbeitsplatz, der interessant und abwechslungsreich zugleich ist und der die Ausbildung zum „Staatlich geprüften Medizintechniker"; auf jeden Fall als die richtige Entscheidung bekräftigt.

M.K.

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