Fachakademie für Medizintechnik

Absolventenberichte

... Installation, Wartung und Reparatur von chemischen Analysensystemen ...

In unserer Folge „Ehemalige berichten" schreibt R. P. aus Erlangen über seine ersten Berufserfahrungen:

Schon während meiner Erstausbildung zum Kommunikationselektroniker wusste ich, dass ich mich später mit einer Technikerausbildung noch höher qualifizieren wollte. Aufgrund meines persönlichen Interesses für Medizin - ich arbeite schon viele Jahren nebenberuflich als Rettungssanitäter für das BRK - entschloss ich mich, Medizintechniker zu werden. Außerdem gab es in diesem Beruf hervorragende Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Kurz vor der Abschlussprüfung bewarb ich mich bei meinem heutigen Arbeitgeber, der Roche Diagnostics GmbH. 

Da die Stellenbeschreibung sehr anspruchsvoll war, wunderte ich mich auch nicht mehr über das durchlaufene Assessment-Center. Ich konnte diese Hürde erfolgreich überwinden, bestand die Technikerprüfung und bekam den aufregenden Job bei Roche.

Die Roche Diagnostics GmbH ist ein Komplettanbieter von Laborsystemen, Zubehör und Verbrauchsmaterialien für klinische Labors. Sie ist eine von vier sogenannten Business Unites der 1919 in Basel gegründeten Roche Holding AG. Mit den von mir betreuten Analysenautomaten werden verschiedene Substrate, Enzyme, spezielle Proteine, Medikamente und Drogen in Serum, Urin und anderen Körperflüssigkeiten nachgewiesen. Man arbeitet dabei unter anderem mit der Absorptionsphotometrie und ionenselektiven Elektroden. Die Messergebnisse aus diesen Geräten sind an 60 Prozent aller Diagnosefindungen beteiligt.

Nach einer mehrere Monate dauernden Einarbeitung umfasst meine Tätigkeit als Systembetreuer für Laborsysteme die Installation, Wartung und Reparatur von chemischen Analysensystemen. Auch die Applikation neuer Tests, die Schulung und Einarbeitung des Bedienpersonals sowie die Betreuung der Kunden auf Fortbildungsveranstaltungen gehören zu meinen Aufgaben.

Ich arbeite selbständig von zu Hause aus. Mein Gebiet umfasst Erlangen, Nürnberg und das Umland mit einem durchschnittlichen Radius von 100 km. Dadurch bin ich im Jahr ungefähr 45.000 km unterwegs. Übernachtungen auswärts sind selten, außer bei Schulungen, die meistens in Mannheim oder Luzern stattfinden. Meinen Chef sehe ich all 6-8 Wochen. Die Arbeitsberichte schreibe ich direkt online mit meinem Laptop auf einen zentralen Server. Feste Termine bestimme ich selbst. Etwaige Notfälle meldet mir unsere Hotline. Schulungen und Fortbildungen machen ca. 10 Prozent meiner Arbeitszeit aus. Ein Großteil meiner Software und auch ein Teil unserer Geräteschulungen für lokale Techniker sind in Englisch gehalten. Viele Informationen und Hilfsmittel bekomme ich aus unserem Firmenintranet.

Rückblickend betrachtet, kann ich aus fast jedem Unterrichtsfach der Fachakademie für Medizintechnik etwas gebrauchen. Weil die Innovationen in der Medizintechnik sehr dynamisch sind, bleibt mein Aufgabengebiet interessant, abwechslungsreich und, weil die Geräte immer komplexer werden, meine Stelle krisensicher.

R.P

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