Fachschule für Maschinenbautechnik

Projektarbeiten


  • Projekte begleiten den Techniker und prägen sein Berufsbild in der heutigen Zeit entscheidend.
  • Dem tragen wir an der Fachschule für Maschinenbautechnik Rechnung.
  • Im 2. Jahr der Ausbildung wird von den Schülern im Rahmen des Konstruktionsunterrichts eine technische Aufgabenstellung weitestgehend selbstständig in kleinen Teams bearbeitet.
  • Die Themen dazu suchen sich die Schüler in Absprache mit dem betreuenden Lehrer selbst. Hierzu sprechen sie Unternehmen aus der Region gezielt an, zu denen sie entweder selbst einen Bezug haben oder bei denen sie sich vorstellen können, sich später nach Abschluss der Weiterbildung, um eine Technikerstelle zu bewerben.
  • Die Aufgabenstellungen sind so vielfältig wie auch die möglichen Tätigkeitsbereiche eines Maschinenbautechnikers.
  • Der hierbei in hohem Maße gegebene Praxisbezug wird noch verstärkt, wenn das konstruktive Ergebnis der Projektarbeit in der Werkstatt der MBS von den Berufsfachschülern unter Betreuung der angehenden Techniker und Anleitung von Fachlehrern umgesetzt wird.
  • Dementsprechend hat das Projekt auch in der Notengebung einen hohen Stellenwert. 

  

Beispiel:
Projekt: Konstruktion und Bau eines Getriebeprüfstandes, ein Auftrag der Fa. Oechsler in Ansbach.

Das FS-Projektteam beschrieb den Weg und das Ziel ihrer Aufgabe wie folgt (gekürzte Fassung):
„Auf dem Getriebeprüfstand sollen beispielsweise Zahnradpaarungen für Zentralverriegelungen, elektrische Fensterheber und Kurvenlichter getestet werden können. Dabei sind die Kunststoffschnecken oft direkt auf einem kleinen Elektromotor vormontiert. Der Elektromotor verfügt funktionsbedingt über ein kleines Axialspiel von 0,1 bis 0,2 mm. Um dieses Axialspiel und eine gewisse Vorspannung auf der Achse zu simulieren, wurde eine schwimmende Lagerung mit Nadellagern eingesetzt wobei sich die Innenringe auf der Welle verschieben lassen. Zusätzlich wurde als Gegenhalter ein federndes Druckstück, welches mit einer definierten Kraft die Welle vorspannt eingesetzt.
Mit dem Getriebeprüfstand sollen Langzeitversuche in einem Drehzahlbereich von 0 bis 6000 Umdrehungen pro Minute durchgeführt werden können.
Es wurde gefordert dass Achsabstände mit einer Genauigkeit von 0,01 mm einstellbar sind. Zudem wurde gefordert dass Zahnradpaarungen mit einem Achsabstand von 10 mm bis 60 mm im Getriebeprüfstand getestet werden können und der eingestellte Achsabstand arretierbar ist. Dies wurde mittels eines Lineartisches mit Kreuzrollenführung von der Fa. Newport umgesetzt.
Weiterhin wurde gefordert, dass der Getriebeprüfstand einfach zu bedienen ist, übersichtlich aufgebaut ist und für Funktionstests einer Schneckenradvariante sowie einer Stirnradvariante verwendet werden kann. Dies wurde mit zwei verschiedenen Aufbauten des Lineartisches umgesetzt.
Für den Einsatz im Klimaschrank stand eine max. Grundfläche von 500 x 400 mm zur Verfügung. Alle Materialien mussten temperatur- und feuchtigkeitsbeständig sein. Um Einbaufehler zu simulieren, wurde eine Winkelverstellung einer Achse von 0° bis 3° gewünscht. Dies wurde mit der Konstruktion eines Winkeltisches gelöst.
Nachdem die Konstruktion des Getriebeprüfstandes abgeschlossen worden war, wurde sie bei der Fa. Oechsler vorgestellt und für die Fertigung freigegeben. Mit der Fertigung wurde Ende 2007 begonnen. Die Fertigung in der Werkstatt der Maschinenbauschule übernahmen Herr Bischoff; Herr Pfeiffer und Herr Rupp mit ihren Schülern.
Am 12.03.2008 wurde der Getriebeprüfstand an die Fa. Oechsler übergeben.  Anwesend waren Herr Kurz, Herr Maurer sowie 4 weitere Mitarbeiter der Entwicklungsabteilung von Oechsler. Der Getriebeprüfstand wurde vorgeführt und die einzelnen Funktionen erklärt. Die Abnahme durch den Kunden war erfolgreich.“

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